Bekanntlich kommt man, wenn man viel Zeit für sich selbst hat, auf die wildesten Ideen. So ist es mir vor dem zweiten Lockdown 2020 in der Corona Krise gegangen. Wir wollten das Schicksal über einen möglichen Nachkommen entscheiden lassen. Gesagt, getan und schon ist es auch passiert. Für mich als sehr sportliche Person hat das natürlich gleich viele Fragen aufgeworfen. Wieviel Sport darf ich jetzt noch machen? Muss ich mich einschränken? Kann ich so wie immer trainieren? Die Antwort ist eine einfache: Höre auf deinen Körper.
Was darf man und was nicht?
Ich habe viele Stunden mit Google verbracht, um mich darüber zu informieren, was man darf und was man nicht darf. Wie bei vielen Dingen ist es auch hier eine sehr individuelle Entscheidung, die man für sich selbst treffen muss.
Auf meinem üblichen Trainingsplan standen pro Woche zwischen 40KM und 60KM Laufen und zwei Mal in der Woche ein Kraftausdauertraining. Im Sommer natürlich zusätzlich noch Rennradfahren und Schwimmen. Beim Laufen habe ich bereits in den ersten Wochen, nachdem es passiert ist, gemerkt, dass mein Puls ziemlich schnell in die Höhe schnellt. Die Anzahl und Länge der Läufe habe ich noch ein paar Wochen beibehalten, jedoch habe ich die Geschwindigkeit reduziert und auf meinen Puls gehört. Ich wollte nicht mehr über 150 Puls kommen. Da wir bereits im 2. Lockdown waren, hatten mittlerweile auch die Fitnnessstudios geschlossen. Kurz davor war ich noch regelmäßig im Bikram Yoga und habe die CrossFit Stunden wie gewohnt mitgemacht. Jetzt hieß es für mich „Fit at Home“ und ich habe mir meinen eigenen Trainingsplan erstellt und zwei Mal die Woche je eine halbe Stunde Krafttraining gemacht. Geholfen haben mir dabei die Passion4Profession Trainings, ich habe hier zwei gute Trainings gefunden, die mich halbwegs auf Level gehalten haben: „Butt-Workout“ und „Arms-Workout“.
Distanz und Geschwindigkeit reduzieren
Während der ersten Schwangerschaftsmonate hatte ich sehr oft am Tag mit Übelkeit zu kämpfen, gewissen Gerüche haben mich zum Weg auf die Toilette gezwungen. Auch beim Laufen ist die Übelkeit mein ständiger Begleiter gewesen. Mein Puls ist auch an manchen Tagen bereits nach den ersten 200 Metern auf 150 hochgeschnellt. Ab diesem Zeitpunkt habe ich meine Läufe reduziert, anstelle von 40KM bis 60KM habe ich mich auf 25KM pro Woche eingependelt. Halbmarathondistanzen habe ich ganz weggelassen und ich habe auch oft Gehpausen eingelegt, um den Puls wieder in einen normalen Bereich zu bekommen. Auch beim Krafttraining zu Hause habe ich mein Hantelgewicht um 1/3 reduziert und Bauchmuskeltrainings habe ich zur Gänze aus dem Plan gestrichen.
Ich befinde mich jetzt am Ende des 5. Schwangerschaftsmonats und die ständige Übelkeit hat zum Glück nachgelassen. Ich habe die Distanz beim Laufen wieder leicht auf 30KM pro Woche erhöht. Der Pulsbereich hat sich derzeit auch wieder normalisiert und ist nur noch sehr selten über 150.
Die nächste Herausforderung wird der wachsende Bauch, der bei vielen Kraftübungen bald im Weg sein wird und meine Laufjacken bekomme ich bald nicht mehr zu 😉 In meinem nächsten Blog berichte ich über meine Erfahrungen, wie es in der Zeit vom 6. bis zum 9. Schwangerschaftsmonat mit Sport weitergeht und was zu beachten ist.